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Kleber-Kaschierung

Kleberkaschierung

Bei dieser Kaschierung wird die Trägerfolie mit Kleber beaufschlagt, im Trockentunnel getrocknet und mittels Kühlwalze auf Raumtemperatur gebracht. Danach werden beide Folien exakt gleicher Zugspannung (wegen der Rollneigung) im Kaschierwerk zusammengeführt.

Auf dieser Anlage können auch Halbverbunde wie z.B. PETP/Alu hergestellt werden, welche durch einen weiteren Arbeitsgang auf der selben Anlage zum 3-lagigen PETP/Alu/PE Verbund gemacht werden könnten. Die so hergestellte Verbundfolie zeichnet sich durch exakte, rollneigungsfreie Planlage aus.

Diese Anlagen gibt es auch als Tandem-Ausführung; damit ist ein 3-lagiger Verbund in einem Durchlauf möglich.


Extruder-Kaschierung

Extruderkaschierung

Bei dieser Art der Kaschierung wird PE aus der Schmelze als Kaschiermittel eingesetzt. Je nach Bedarf wird die zu kaschierende Seite geprimert (Haftvermittler). Kombinationsmöglichkeiten mit Kleberkaschierung und Beschichtung sind gegeben.

Coextrusionsfolien oder Kaschierung?

Eigenschaften/Merkmal

Kaschierfolie
Coexfolie

Bemerkungen

Kombinationsmöglichkeit

X

 

z.B. Verbunde mit orientierten und metallisierten Folien

Zwischenlagenbedruckung

X

 

Bei Coextrusionsfolie nur freiliegend

Weich, elastisch, Thermoformbarkeit, Rückschrumpf

 

X

Thermoplastischer Haftvermittler - dünnerer Klebstoff

Wechselwirkungen mit dem Füllgut

 

X

Migration von Monomeren (Isocyanat, Lösungsmittel)

Oberflächenphänomene

 

X

Antisiegeleffekte durch Migration von Restmonomeren aus den Klebstoffen

Planlage,
Maschinenlaufeigenschaften

X

 

Kritisch bei nicht symmetrischen Strukturen und Verwendung unterschiedlicher Polymere im Coextrusionsverfahren

Herstellkosten/Produktions-aufwand

 

X

Mehrere Fertigungsstufen bei Kaschierfolien, sowie Einhaltung von Aushärtezeiten

Recyclefähigkeit

 

X

Je nach Materialaufbau

Schichtdicken

 

X

3-lagen-Coextrusionsfolie von 8 µ im Hygienebereich

Anzahl der Produktionsstufen

 

X

 

X = verfahrens- oder anwendungstechnisch vorteilhaft


Kleberaushärtung Faktoren, die die Kleberaushärtung beeinflussen: Temperatur Anstieg Absinken Beschleunigung Verzögerung Kleberauftragsgewicht Anstieg Verzögerung Luftfeuchtigkeit Absinken Verzögerung

Risiken bei der Verarbeitung von Verbunden mit nicht vollständig ausgehärteten Klebern: Teleskopieren von Großrollen durch Schrumpfen, Querwellenbildung Thermische Belastbarkeit ist nicht gegeben Folge: Verschiebungen und Delaminationen Bei Vakuumverpackungen: erhöhte Luftzieher

Wechselwirkung Kleber-Füllgut; Geschmacks-, Geruchsveränderungen Gehalt an aromatischen Aminen im Verbund

Physikalische Eigenschaften wie Kaschierfestigkeit und Reibung können nicht abschließend geprüft werden.

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