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Verbundfolien sind mehrschichtige Verpackungsfolien aus denen flexible Verpackungen gemacht werden. Die einzelnen Folienschichten werden üblicherweise extrudiert oder kaschiert/laminiert. Der Aufbau dieser Verbundfolie besteht aus einzelnen Schichten, welche für den jeweiligen Anwendungsfall spezifiziert werden. Durch eine lösemittelfreie oder auch lösemittelhaltige also eine Kleberkaschierung erfolgt der Aufbau der einzelnen Mono-Folien zum Verbund. Auch Extrusionskaschierung oder auch Extrusionsbeschichtung – wenn auch seltener heutzutage – kommt noch zum Einsatz.

Die Trägerfolie ist die Folienschicht, welche für die Bedruckung der Folie herangezogen wird. Die Verbundfolie kann mit einer zusätzlichen Barriereschicht ausgestattet werden, wenn die Trägerfolie nicht schon genügend Eigenbarriere aufweisen sollte. Die zusätzliche Barriereschicht kann dann in die Siegelfolie eingebracht werden. Üblicherweise wird dafür EVOH – eingebettet in PE – verwendet. Trägerfolien sind auch mit kleiner, mittlerer und höheren Barriere ausstattbar. Grundsätzlich gibt es unzählige Komibinationsmöglichkeiten Folienverbunde zu kombinieren. Bei einem 2-Schicht Verbund spricht man von Duplex bei 3-Schicht von Triplex Verbundfolien.

Die kaschierten Verbundfolien werden auf Tiefziehmaschinen als Oberfolie und seltener als Unterfolie eingesetzt. Auch als Schalensiegelfolie für Tray-Sealer werden Verbundfolien eingesetzt. Verbundfolien für Schlauchbeutelmaschinen – horizontal und vertikal erfüllen schon seit vielen Jahren ihren Einsatzzweck und zwar als Schlauchbeutelfolien.

Verbundfolie-4

Verbundfolie-2 Verbundfolie-3 Verbundfolie-1


Verbundfolien von Nabenhauer Verpackungen können auch beidseitig bedruckt produziert werden:

Folie-mit-rueckseitendruck Beidseitig-bedruckte-folien


Trägerfolienbedingte Eigenschaften von Verbundfolien

Verbundfolie

Eigenschaften

Zellglas-Verbundfolien

Nicht witterungsbeständig, geringe mechanische Festigkeit, gute Barriereeigenschaften bei niedriger Luftfeuchte

 

Polyester (oPET)-Verbundfolien

Hohe mechanische Festigkeit, witterungsbeständig, kältebeständig, hitzebeständig, wasserunempfindlich, gute (mit zusätzlichen Barriereschichten sehr gute) Barriereeigenschaften

 

Polyamid(PA)-Verbundfolien

Sehr hohe mechanische Festigkeit, witterungsbeständig, kältebeständig, hitzebeständig, wasserunempfindlich, je nach Dicke gute bis sehr gute Barriereeigenschaften, die sich bei höherer Luftfeuchte etwas verschlechtern.
uPA-Verbundfolien sind dehnbar und sehr gut thermoformbar.

 

Polypropylen(PP)-Verbundfolien

Hohe mechanische Festigkeit (nur oPP), witterungsbeständig, kältebeständig (nur oPP), mäßig hitzebeständig, wasserunempfindlich, ausgezeichnete Wasserdampfbarriere, ohne zusätzliche Barriereschicht sehr hohe Sauerstoff- und Aromadurchlässigkeit.

 

Polyvinylchlorid(PVC)-Verbundfolien

PVC-Verbunde sind im Gegensatz zu vorgenannten Hartverbunde.
Sehr hohe Steifigkeit, geringe Gas- und Wasserdampfdurchlässigkeit, geringe Kälte- und Hitzebeständigkeit, sehr gut thermoformbar

 


Einflüsse der Herstellungsverfahren auf die Eigenschaften von Verbundfolien

Verfahren

Besonderheiten und Auswirkungen

Kleberkaschierung

Polyolefine ab 20 µ Dicke, ggf. mit Gleit- und/oder Antiblockmittel sind als Heißsiegelschicht und für alle Trägerfolien möglich

Dicke Kleberschicht (und ggf. Polyolefine höherer Dichte) ergeben höhere Steifigkeit, Kleber einfärbbar

Transparente Verbunde sind relativ klarsichtig und homogen Rollneigungsarme Fertigung möglich

geruchsneutral

Extrusionskaschierung

Polyolefine (siehe oben) als Heißsiegelschicht möglich

Hitzempfindlichere Trägerfolien (OPP,PVC) sind weniger geeignet.

Die Heißsiegelschicht kann dünn (preiswert) sein Dünne Primerschicht(und PE-LD als Zwischenschicht) möglich, deshalb flexibler.

nicht rollneigungsfrei

Produktionsbedingter, leichter PE-Geruch

Extrusions- und
Coextrusionsbeschichtung

PE-LD und Ionomere (Dicken ab ca. 10 µ) als Heißsiegelschicht möglich

Hitzeempfindlichere Trägerfolien (OPP, PVC) sind weniger geeignet

wegen dünner Primerschicht sehr flexibel

zur Schlupfverbesserung leichte Puderung oder Mattierung der PE-Oberfläche empfehlenswert

transparente Verbunde weniger homogen und klarsichtig

Produktionsbedingter, leichter PE-Geruch (bei Coex günstiger)

Coextrusion

Flachfolien-Coextrusion wird vorwiegend für Hartfolien angewandt.

Schlauchfolien-Coextrusion hauptsächlich zur Herstellung von PA/PE-Verbunden


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